Lehrstellenmangel oder doch ein Überangebot an Lehrstellen?
- 07.05.2012 - 15:00 UhrVermehrt berichten Medien, wie ambivalent sich der Lehrstellenmarkt in der Schweiz entwickelt. Einerseits haben viele Jugendliche Mühe eine geeignete Lehrstelle zu finden, während andererseits viele Betriebe ihre offenen Lehrstellen kaum besetzen können.
Ursachenforschung zu betreiben würde den Rahmen dieses Blogbeitrages sicherlich sprengen. Wir versuchen aber die wichtigsten Punkte zusammen zu tragen. Gemäss einer heute veröffentlichten Pressemitteilung vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT), war die Lehrstellensituation im April 2012 stabil und vergleichbar mit den Vormonaten. Hauptprobleme auf dem Lehrstellenmarkt sind die Folgenden:
- Unternehmen welche Ausbildungen mit hohen Anforderungsprofilen anbieten, haben Schwierigkeiten geeignete Jugendliche zu rekrutieren.
- Die Nachfrage deckt sich in diversen Berufsbereichen nicht mit dem aktuellen Lehrstellenangebot.
- Insbesondere für schulisch schwache Jugendliche ist es schwierig einen Ausbildungsplatz zu finden.
(Quelle: Bundesamt für Berufsbildung und Technologie, Internet)
Kompass.ch – die Plattform für Lehrbetriebe und Lehrstellensuchende
Nehmen wir an, ein Jugendlicher interessiert sich für eine Lehrstelle als Liftmonteur. In einem ersten Schritt wird er nach Unternehmen suchen die Aufzüge herstellen. Kompass Schweiz verfügt allerdings über ein Kategoriensystem mit über 58‘000 Produkten und Dienstleistungen. Jedem Unternehmenseintrag werden die entsprechenden Produkte und Dienstleistungen zugeteilt, welche vom Unternehmen auch hergestellt oder angeboten werden. Nehmen wir an bei der Durchsicht eines solchen Eintrages merkt der Jugendliche, dass einzelne Lifthersteller Panorama-Aufzüge herstellen und er beschliesst eine Ausbildung in einem Betrieb zu machen, der ebensolche produziert. Sucht er auf Kompass.ch nach Panorama-Aufzügen so erscheinen noch 9 Unternehmen die genau in diesem Tätigkeitsgebiet aktiv sind. Jetzt könnte er in einem letzten Schritt in den jeweiligen Einträgen nachschauen, welche Unternehmen denn Lehrlinge ausbilden.
Doch im Moment bleibt es beim könnte. Denn leider berufen sich zurzeit alle kantonalen Bildungsämter auf das Datenschutzgesetz. Aus diesem Grund bleiben diese Listen vorerst verschlossen in den Schubladen liegen. Betrachtet man die Lehrlingsmarksituation aber ganzheitlich, so stellt sich die Frage wem dieser Datenschutz genau dient. Unternehmen die bereits damit zu kämpfen haben geeignete junge Talente zu finden, sollten eigentlich ein Interesse daran haben auf möglichst vielen und vor allem spezialisierten Plattformen auf sich aufmerksam zu machen.
Die Suche nach Ausbildungsbetrieben
Nehmen wir an, ein Jugendlicher interessiert sich für eine Lehrstelle als Liftmonteur. In einem ersten Schritt wird er nach Unternehmen suchen die Aufzüge herstellen. Kompass Schweiz verfügt allerdings über ein Kategoriensystem mit über 58‘000 Produkten und Dienstleistungen. Jedem Unternehmenseintrag werden die entsprechenden Produkte und Dienstleistungen zugeteilt, welche vom Unternehmen auch hergestellt oder angeboten werden. Nehmen wir an bei der Durchsicht eines solchen Eintrages merkt der Jugendliche, dass einzelne Lifthersteller Panorama-Aufzüge herstellen und er beschliesst eine Ausbildung in einem Betrieb zu machen, der ebensolche produziert. Sucht er auf Kompass.ch nach Panorama-Aufzügen so erscheinen noch 9 Unternehmen die genau in diesem Tätigkeitsgebiet aktiv sind. Jetzt könnte er in einem letzten Schritt in den jeweiligen Einträgen nachschauen, welche Unternehmen denn Lehrlinge ausbilden.
Doch im Moment bleibt es beim könnte. Denn leider berufen sich zurzeit alle kantonalen Bildungsämter auf das Datenschutzgesetz. Aus diesem Grund bleiben diese Listen vorerst verschlossen in den Schubladen liegen. Betrachtet man die Lehrlingsmarksituation aber ganzheitlich, so stellt sich die Frage wem dieser Datenschutz genau dient. Unternehmen die bereits damit zu kämpfen haben geeignete junge Talente zu finden, sollten eigentlich ein Interesse daran haben auf möglichst vielen und vor allem spezialisierten Plattformen auf sich aufmerksam zu machen.
Der Lehrstellenmarkt in den nächsten Jahren
Wagt man einen Ausblick in die Zukunft, so ist die Tendenz so, dass sich die ganze Lehrstellenproblematik weiter verschärfen wird. Kürzlich berichteten diverse Medien, dass in den nächsten Jahren die Lehrlingszahlen aufgrund der demographischen Entwicklung weiter zurückgehen werden. Geschätzt wird mit einer Abnahme von bis zu 15%! Kompass Schweiz wird an dieser Thematik dran bleiben und versuchen, möglichst bald Unternehmen bei ihrer Positionierung auf dem Lehrstellenmarkt zu unterstützen.